Die Heiligen waren alle Menschen – menschlich in all ihren Zügen.
Heilige werden oft heldenhaft dargestellt, besonders die Märtyrer, wie zum Beispiel der heilige Sebastian. Betrachtet man jedoch ihre Lebensgeschichten genauer, zeigt sich, dass sie nicht immer glorreich waren. Beim heiligen Sebastian endete sein Leben schließlich im Martyrium.
Was macht einen Helden aus? Manchmal spricht man von Alltagshelden: dem Feuerwehrmann, der einen Menschen aus einem brennenden Haus rettet, oder von einem Menschen, der eine helfende Hand reicht und ein gutes Wort spricht. Vielleicht hat jeder von uns das Zeug dazu, ein Held zu werden, so wie es der heilige Sebastian war.
Ein Held zu sein bedeutet, aus seiner Überzeugung heraus zu handeln und das zu tun, was richtig und wichtig ist, auch wenn man Angst hat. Denn zum Heldentum gehört die Angst dazu. Mit dieser gilt es zu leben und sie zu überwinden.
So sind es oft die heldenhaften Dinge des Alltags, die mindestens ebenso wertvoll und wichtig sind wie das heldenhafte Sterben der Märtyrer. Auch Jesus selbst hat im Garten Getsemani Angst erlebt. Das Evangelium berichtet, dass er Blut und Wasser geschwitzt hat. Er kannte Angst, Verzweiflung und das Gefühl der Verlassenheit.
Vielleicht sind auch wir dazu berufen, heilig zu sein und Helden im Glauben zu werden, nicht durch große Taten, sondern durch Treue im Kleinen, durch Vertrauen trotz Angst, betonte Pfarrer Berzl.

Zum Ende des Messe erhielt jeder Gottesdienstbesucher ein selbstgebackenes Plätzchen in Kirchenform sowie einen Pfeil als Erinnerung an das Martyrium des heiligen Sebastian.

