Sebastianswoche

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Ein Martyrer wie der heilige Sebastian ist für uns ein Vorbild, eine Herausforderung, unsere Lebensentscheidung mit dem selben Mut und Gottvertrauen zu treffen.

Traditionell ist unsere Pfarrgemeinde St. Michael immer am Montag in der Sebastianswoche dran. Heute trifft es genau den Gedenktag, den Festtag des Hl. Sebastian. Sie kennen die Geschichte des heiligen Sebastian in seinem Martyrium. Es ist auf dem BIld dargestellt. Was der heilige Sebastian getan hat, das ist eigentlich etwas, was von uns zu jedem Tag, zu jeder Stunde, im jedem Augenblick erwartet wird.

Wir mögen zwar über die Konsequenzen nachdenken, das unser Handeln haben mag, aber wir müssen entscheiden. Wir müssen entscheiden, hier und jetzt in diesem Augenblick. Unser Leben besteht aus unseren Entscheidungen. Jede einzelne unserer Entscheidungen, die sie in ihrem Leben getroffen haben, hat sie heute hier und jetzt an diesen Ort geführt.

Wir sind nicht so unterschiedlich, so anders wie der heilige Sebastian gewesen ist. Er hat für sein Leben eine Entscheidung getroffen. Er hat die Entscheidung getroffen, diese Entscheidung nicht geheim zu halten, auch mit der Konsequenz, dass er daduch sein Leben einsetzt, wie die Legende des heiligen Sebastian weiß, sogar zweimal. 

Nachdem er das Martyrium durch die Pfeile überlebt hat, ist er noch verwundet vor den Kaiser getretenund hat ihm widersprochen und hat dann sein Leben durch das Schwert verloren. Seine Lebensentscheidung hat ihn zum Martyrium geführt. Unsere Lebensentscheidungen werden auch von uns immer wieder gefordert. So sind wir hier, weil wir uns so entschieden haben, so Pfarrer Berzl in seinen einleitenden Worten.

Der heilige Sebastian hat seine Entscheidungen voll Mut und Glauben getroffen. Er hat die Entscheidung getroffen, als Christ zu leben, nicht heilig, versteckt und ängstlich, sondern mutig und offen. So hat er sich zu seinen Lebzeiten einen guten Ruf erworben, ein Vorbild für die Menschen zu sein. Er ist für uns ein Vorbild geworden. Jeden Tag werden von uns wegweisende Entscheidungen erwartet. Ob in der Schule, im Beruf, oder in der Familie. Jede Entscheidung stellt eine Weiche. Sie schließt Möglichkeiten aus, eröffnet aber auch neue Wege. Immer wieder gibt es Menschen, die auf Reichtum, Ruhm und Ehre verzichten um sich für andere einzusetzen. Es müssen nicht Menschen sein, die als Martyrer gestorben sind. Es gibt viel Beispiele für Menschen, die sich einsetzen für die Flüchtlinge und viel von ihrer wertvollen freien Zeit dafür opfern. So ist ein Martyrer ein Mensch, der eine Lebensentscheidung getroffen hat. Eine Entscheidung für Gott und seine Botschaft. Eine Entscheidung für die er geradegestanden hat. So ist ein Martyrer wie der heilige Sebastian auch für uns ein Vorbild, eine Herausforderung unsere Lebensentscheidung mit dem selben Mut, mit dem selben Gottvertrauen zu treffen wie es auch der heiligen Sebastien getan hat.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Chorgemeinschaft.

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