Der 8. Amberger Ultralauf war wieder mal der Schönste AULA aller Zeiten 8. Amberger ULTRA-Lauf


      170 Läufer/Innen sorgen für Rekorderlös für Kinderprojekt hayag und etablieren Amberg in der Ultralaufszene

      Am Samstag den 5.11. fand er zum achten mal statt. Der Amberger Ultralauf, kurz und liebevoll in Läuferkreisen in ganz Deutschland „der AULA“ genannt. Dieser Lauf hat sich mittlerweile in der Läuferszene erfolgreich etabliert, wie die Teilnehmer aus ganz Deutschland bestätigen. Das Besondere am AULA ist, dass es ein Gruppenlauf und kein Wettkampf ist. Die Teilnehmer sind jedes Jahr begeistert und es gibt immer mehr Wiederholungstäter. Bemerkenswert auch, dass in diesem Jahr sich insgesamt 80 Läufer an die volle Distanz von 63km wagten und davon auch 78 dieses Ziel erreichten. Was in 2004 noch auf der 53er Runde begann und mit vielen Läufern auf den kurzen Distanzen 10, 21, und 30km startete hat sich über die Jahre zu einem wirklichen Marathon und Ultralauf entwickelt. Mehr als zwei Drittel aller Teilnehmer laufen 30km und mehr, die Walker halten sich die Waage bei der Wahl zwischen 21 und 10km. So kamen am Samstag in und um Amberg mehr als 8.000 Laufkilometer zusammen.

      Was neben der sportlichen Leistung ebenso besonders zählt beim AULA ist das miteinander und füreinander, wie Siegfried Kreuzer, Initiator und Organisator des AULA zusammen mit seinem Lauftreff St. Michael bestätigt . Miteinander Laufen und dabei Gutes für Bedürftige tun, das ist das Ziel des AULA. Von Anfang an stand das Projekt hayag (cebuanisch Licht) im Mittelpunkt des Laufes. Helfen durch Laufen war und ist das Motto. Mehr als 30.000 Euro hat der AULA und der Lauftreff St. Michael seit 2004 dem Projekt zur Verfügung stellen können. Insgesamt acht Mädchen werden von einer Betreuerin auf den Philippinen in einem angemieteten Haus in Parsil, dem Armenviertel von Cebu Citiy betreut, ausgebildet. Hayag bildet die Mädchen in Hauswirtschaft aus und eine kostenpflichtige Schulbildung wird ermöglicht. Hilfe zur Selbsthilfe, eigenständige Versorgung in der Zukunft und Unabhängigkeit von Dauerspenden sind das ziel von hayag. Der AULA ist eine feste Größe im Finanzierungsplan des Projektes. Wie die Veranstalter weiter mitteilen ist jedem AULA Läufer dieser Hintergrund bekannt und für viele, neben dem besonderen Charakter des AULA, die eigentliche Motivation nach Amberg zu kommen und beim AULA mitzumachen.

      So lief Mann und Frau und auch einige Kinder am Samstag für das Gruppenerlebnis und das Projekt hayag. Vom Start weg bei Siemens bietet man seit 2006 erstmals eine laufende Stadtrunde um das Amberger Ei an, bevor es dann durch das LGS Gelände auf die große, dann „nur noch 56km“ lange Runde rund um Amberg geht. In Köfering bittet man zum ersten Pausentee und dort gab es diesmal eine nicht beabsichtigte Premiere. Der obligatorische Startsegen, der jedes Jahr die Läufer mit den Worten „Nun laufet hin im Frieden“ auf die Strecke schickt, wurde diesmal in Köfering erteilt. Ein einfacher Grund lag vor, Pfarrer Hermann Berger, seit September neuer Pfarrer in St. Michael hat den Start bei Siemens, noch mangels fundierter Ortskenntnisse, kurz verpasst. Kurzerhand eilte er mit Soutane und Weihwasser (wir nehmen an, mit dem Auto) hinterher und holte die Truppe schließlich in Köfering ein.

      AULA 2011 Alle, auch Pfarrer Berger, nahmen es mit einem Schmunzeln und die mittlerweile 85 Läufer liefen dann mit geistlichem Segen weiter auf die Runde Richtung Ursensollen. Dazu passt, dass man im Prinzip fast auf jedem km des AULA die Amberger Bergkirche im Blick hat! Im Abstand von ca 5 bis 10km zum Berg erleben die Läufer eine herrliche Herbstlandschaft rund um Amberg.

      In Ursensollen steigen üblicherweise die Läufer ein, die „nur“ Marathon laufen möchten, also 42km. Es ging danach weiter über Oberhof, Ullersberg, Atzlricht und Rammertshof nach Ammerthal, wo die 30km Läufer bereits warteten um sich anzuschließen. Über Fichtenhof, Karmensölden und Poppenricht lief man nun nach Traßlberg, Schweighof um in Neubernricht die Zwischendistanz von 42km mit einem wohlverdienten BID (Bavarian Isotonic Drink) oder besser bekannt als Leichtes Weizen, zu begießen. In Neubernricht starteten eine Stunde früher auch die 21km Walker um, wie die Läufer, über Kienlohe, Immenstetten, Aschach und (fast) Lintach nach Krumbach zur letzten Station zu laufen. Dieser Teil ist landschaftlich der schönste Abschnitt des AULA. Es ist aber mit dem Aschacher Kirchberg auch der steilste Anstieg der den Läufern auf der Gesamtdistanz bei gut 50km nun viel abverlangt. Der nach Aussagen vieler läufer jedoch schwierigste Teil des AULA kommt danach in Krumbach. 2km steil bergab lässt die Oberschenkel brennen und die Wadel ziehen. Es soll schon vorgekommen sein, dass hier einige Läufer rückwärts liefen.

      Letzte Stärkung Krumbach und dann ging es über Moos und Haidweiher durchs Tal nach Lengenfeld. Von dort lief man auf den Radlweg und dann gibt es obligatorisch „Feuer frei“, das heißt beim AULA dann, jedes Tempo ist erlaubt, der Gruppenzwang wird aufgehoben. Während wenige hier langsamer werden, laufen sich viele erfahrene Läufer mit schnellerem Tempo auf den letzten km nach Siemens nochmals richtig locker.

      Nach sechseinhalb Stunden reiner Laufzeit und ca 25 Minuten Pausenzeit kamen die Läufer dann im Ziel bei Siemens an. Im SGS Sportheim ließ man „den schönsten AULA aller Zeiten“ bei Kaffee und Kuchen, bei Softdrinks und so manchem BID mit einer recht gut bestückten Tombola ausklingen. Das freiwillige Startgeld war auch bereits abgezählt und so konnte man schon am Abend sagen dass mehr als 3.000 Euro für hayag eingegangen sind. Mit noch zu erwarteten Privat- und Firmenspenden wird der Betrag noch deutlich erhöht werden und den acht Mädels in Cebu weitere Entwicklungen und Sicherheiten ermöglichen. Das Datum für den neunten AULA steht auch bereits fest. Dieser wird am bemerkenswerten Datum 10.11.12 stattfinden und wird dann den AULA 2011 als den schönsten AULA aller Zeiten ablösen. Zu klären bleibt noch die Startzeit die ausnahmsweise dann auf 9 Uhr gelegt werden sollte also 9-10-11-12.

      Bilder vom Aulalauf 2011





      Feedback der AULA 2009

       

      AULA-Sponsoren

      Der Lauftreff St. Michael bedankt sich schon jetzt sehr herzlich bei allen Sponsoren, die den Amberger ULTRA-Lauf 2011 mit Geld- und Sachspenden unterstützen werden. Sie ermöglichten es, dass der gesamte Erlös des AULA aus freiwillig gezahltem Startgeld unseren Projekten HAYAG und Löwenherz zu Gute kommen kann!

         



















      Und so war's im letzten Jahr

      Das verflixte 7. Jahr - für den AULA gilt das nicht!

      In der Ehe wird oft von dem sprichwörtlichen verflixten 7. Jahr gesprochen - beim Amberger Ultra Lauf der am Samstag seine 7. Auflage erfuhr, trifft das jedenfalls nicht zu. Die auf hohen Niveau eingependelte Teilnehmerzahl, die gute Stimmung in der Truppe auf der Strecke, der reibungslose Ablauf und last not least knapp 4000 € Spenden für das Projekt HAYAG - die Veranstalter vom Lauftreff St. Michael ziehen eine absolut positive Bilanz. Und auch die Teilnehmer sind begeistert: "Danke für diesen einzigartigen Lauf - wo hat man so gute Stimmung, wird mit dem Segen losgeschickt, ist wirklich als Gemeinschaft unterwegs.." - mit diesen Worten überreichte der TSV Ipsheim an das Orga-Team ein paar gute Tropfen.

      7. Amberger ULTRA-Lauf 180 Teilnehmer, darunter 10 Walker -die konstant hohe Teilnehmerzahl zeigt, dass die Veranstalter mit ihrem Konzept, ohne Wettkampfcharakter in der Gruppe gemeinsam unterwegs zu sein genau richtig liegen. Ob als gemütlicher Ausklang der Wettkampfsaison oder als erster Versuch jenseits des (Halb)Marathon - durch die Möglichkeit zwischen 10 und 63 km zu laufen ist für Jeden etwas dabei.

      Start und Ziel war wie in den letzten Jahren bei Siemens in Amberg, wo pünktlich um 09:30 Uhr Pfarrer Peter Nußbaum die Läufer mit dem Segen auf die Strecke durch und um Amberg schickte. In bewährter Weise abgesichert durch die Feuerwehr Amberg bekamen die Läuferinnen und Läufer alle Facetten der Oberpfalz geboten: das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, die historische Altstadt Ambergs, idyllische Wald- und Wanderwege, Dörfer und Industriegebiete. Und nebenbei ist das auch gute Werbung für Amberg und Umgebung als Ausflugs- oder Urlaubsziel: "hier komm´ ich mal mit Familie her." - diesen Satz hat man mehr als einmal gehört.

      In den einzelnen Etappenzielen Köfering, Ursensollen, Ammerthal, Neubernricht und Krumbach konnten sich die Teilnehmer mit Getränken und energiereichen Speisen für die kommenden Kilometer stärken; denn gerade auf der vorletzten Etappe wartete mit dem Aschacher Kirchberg eine Bergwertung der gehobenen Kategorie - da hatten die Ultraläufer schon 50 Kilometer in den Knochen.

      Aber ob jemand die vollen 63 Kilometer zurücklegte, Marathon lief oder sich für eine einzelne Etappe anschloß: alle hatten Spaß und Freude, liefen zusammen für den guten Zweck.

      Nach dem gemeinsamen Eintreffen von Läufern und Walkern bei Siemens lies man bei Kaffee und Kuchen (alternativ auch bei bayerischen Isogetränken) den AULA gemütlich ausklingen. Gemeinsam unterwegs sein, gemeinsam zusammensitzen... Während die Preise der von den Sponsoren gut bestückten Tombola verlost wurden - wobei die bis dato jüngste Teilnehmerin, die 8jährige Sophie lautstark angefeuert von ihrem Papa als Glücksfee fungierte - liefen über Beamer bereits die Bilder des Tages; und diese Bilder zeigen deutlich den familiären Charakter des AULA: man sieht nur glückliche Menschen, keine von Stress oder Strapazen gezeichneten Gesichter. Und so wird sich am 05. November 2011 die AULA-Familie zur 8. Auflage treffen.

      Der Dank des veranstaltenden Lauftreffs St. Michael Amberg gilt neben den Helfern allen Teilnehmern für die gute Stimmung und die Spenden für HAYAG, den beteiligten Behörden in Stadt und Landkreis sowie der Polizei für die gute Zusammenarbeit, den Feuerwehren Amberg und Raigering für die Absicherung der Läufer und Walker, den Sponsoren und unterstützenden Firmen Siemens Amberg, KP², Reisebüro Hummel, FischerFußfit, Grammer Solar, Conrad Sportförderung, Amberger Kinobetriebe Wörz, Buchhandlung Lieret, Stadtwerke Amberg, Generali Michael Werner, Sport Nanka, Club Habana und ganz besonders allen, die hier sträflicher Weise vergessen wurden.