House of Adoration
Seit vielen Jahren arbeitet Sr. Ruth Klein unermüdlich im House of Adoration in Harare, der Hauptstadt Simbabwes.
Regelmäßig schreibt Sr. Klein über das Elend in Simbabwe. Schätzungen zufolge sind ca. 65% der Bevölkerung mit dem HI-Virus
infiziert, die Arbeitslosenquote beträgt sogar 70%. Doch das Land hat noch mit vielen weiteren Problemen zu kämpfen,
angefangen von Hungersnöten über Inflation bis zur Korruption.
Sr. Klein versorgt viele Waisenkinder und ermöglicht ihnen eine Schulausbildung. Ein großer Teil unserer Spenden
wird daher für das Schulgeld benötigt.
Gerne stellen wir Ihnen mehr Informationen über das House of Adoration und Sr. Ruth Klein oder über weitere Projekte in Harare zur verfügung. Wenden Sie sich dazu bitte direkt an den Missionsausschuss.
Nachrichten von Sr. Ruth Klein aus Simbabwe
Januar 2012:
Liebe Missions-Freunde,
Viele Grüße aus dem nassen, warmen Zimbabwe. Unsere Regenzeit hat nun eingesetzt. Es regnet fast jeden Tag. Bisher
haben wir 600mm. 800mm ist unser Durchschnitt. Die Leute haben gut angepflanzt, sogar auf dem Straßenrand. Sie haben
wieder Hoffnung auf eine gute Ernte. Viele Leute, besonders Kinder mussten verhungern, weil sie nur Wurzeln und
Waldfrüchte zum essen hatten.
Vielmals Vergelt's Gott für die 1000 Euro, die Sie uns schickten. Ich bin wieder gut gedeckt für das Neue Jahr und
kann wieder vielen helfen. Ich werde für Sie und Ihre Anliegen besonders beten.
Eure dankbare Sr. Ruth O.P.
Dezember 2011:
Liebe Freunde und Wohltäter!
Mit großer Hoffnung schauten wir auf das Jahr 2011, mit jedem Monat wurden die Erwartungen geringer. Ein neues Jahr
steht vor der Tür, die Menschen sehnen sich nach Frieden. So viele Mütter haben nichts für ihre Kinder, weder Nahrung
noch Kleidung. Oft kommen Frauen mit kleinen Kindern, sie haben Aids, der Anblick ist sehr traurig. Mit Hilfe aus der
Heimat konnten wir Kleider austeilen und Lebensmittel geben, eine Hilfe für wenige.
Die letzten weißen Farmer werden so langsam vom Land vertrieben, wieder mehr Arbeitslose. Auch die großen Geschäfte,
Industrien und Bergwerke werden langsam von den einheimischen Reichen übernommen, die nichts für ihre eigenen Leute übrig
haben; wieder mehr Arbeitslose. Die Preise steigen, man bekommt weniger für den Dollar, wieder trifft es die Armen. Wir
fragen uns oft "wie lange noch?", Gott weiß es, wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben.
Zur Zeit haben wir eine richtige Hitzewelle, bis zu 35 Grad. Dazu der ständige Stromausfall, sogar am Sonntag wird man
nicht verschont. Es bringt viel Unannehmlichkeit mit sich, man muss eben damit leben. Jetzt haben wir ein neues Bohrloch,
ein Brunnen ist eingetrocknet, unser Convent, die Angestellten und unser Garten werden mit Brunnenwasser versorgt. Die
letzten 6-7 Jahre hatten wir kein Stadtwasser mehr. Viele kommen und holen Wasser von uns. Man muss helfen. Mit Hilfe aus
der Heimat können wir das immer wieder tun.
Ihnen allen, die uns so viel Unterstützung gaben, ein sehr herzliches "Vergelts Gott". Ich wünsche Ihnen ein frohes und
gnadenreiches Weihnachtsfest, Gottes Segen für 2012.
Herzlichen Gruß, im Gebet verbunden
Ihre Sr. Ruth
März 2011:
Liebe Missionsfreunde,
Viele Grüße aus dem nassen Zimbabwe. Wir haben wirklich eine gute Regenzeit dieses Jahr. So sollte es weniger
Hungersnot geben. Die Leute haben wieder Mut. Ich möchte Ihnen recht herzlich danken für die 800 Euro, die über
die Prokura kamen vor einigen Wochen. Es ist wieder eine sehr große Hilfe um Schulgeld zu bezahlen.
Ich habe immer
noch 8 Schüler auf meiner Liste. Tagtäglich kommen Kinder selber und bitten um Schulgeld, aber ich kann nicht helfen.
Manchmal gebe ich Ihnen gebrauchte Kleidung zum verkaufen um das Schulgeld zu bekommen. Es ist ein Kreuz für uns, wenn
diese Kinder immer am Tor herum hängen. Die meisten und besonders alte Freuen mit Enkelkindern bekommen immer 10 kg
Maismehl, 2 kg Zucker und einen Liter Öl. Ich bin verantwortlich für das Tor.
Ich bete für Eure Anliegen, täglich. Es grüßt Euch recht herzlich Eure Dankbare Sr. Ruth.
Dezember 2009:
Liebe Wohltäter, liebe Missionsfreunde,
es gibt hier in Simbabwe so viele "Warum" und keine Antworten. Warum herrscht hier
Gesetzlosigkeit? Warum gibt es keine Freiheit der Medien? Warum diese Farm-Überfälle?
Warum werde die Anhänger der Opposition verfolgt, gefoltert und getötet? Warum werden
Frauen und Kinder missbraucht? Gott antwortet nicht auf das "Warum" des Leidens, ER
leidet mit.
Wenigstens haben wir herrlichen Sonnenschein, jetzt warten wir mit Sehnsucht auf den Regen,
keinen Regen, keine Ernte, das wäre eine weitere Katastrophe für unser Land. Dazu kommt
der ständige Stromausfall, oft bis zu 24 Stunden, kann auch einige Tage dauern. Wir haben
jetzt eine Solaranlage für warmes Wasser, dadurch können wir auch Diesel sparen. Unsere
Bohrlöcher geben genügend Wasser, denn seit Monaten haben wir kein Stadtwasser. Viele kommen
zu uns und holen Wasser, da muss man helfen. Die Hilfesuchenden an der Pforte werden
täglich mehr, besonders Kinder und Frauen. Bis jetzt konnten wir immer mit Maismehl, Zucker
und Öl helfen, das nur durch die Großzügigkeit unserer Wohltäter.
Ich möchte Euch heute recht herzlich danken für Eure große Spende von 700 Euro. Vielmals
Vergelt's Gott dafür. Mit diesem Geld möchte ich Schüler unterstützen auch mit Bücher und
Schreibzeug und Kleidung. Die Armut ist immer noch sehr groß.
Ich wünsche Euch ein frohes, gnadenreiches Weihnachten und ein glückliches, gesundes neues
Jahr. Mit Gedenken im Gebet für Eure Anliegen verbleibe ich,
Euere Sr. Ruth OP
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