Emerald Hill Children´s Home / Simbabwe
In dem
Kinderheim Emerald Hill in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe, leben rund
100 Kinder, die Ihre Eltern durch AIDS verloren haben. Es ist nicht immer
leicht, den Kindern ein Stück "zuhause" anzubieten. Die Besorgung
von Lebensmittel kostet viel Zeit und Energie. Ständig muss Ausschau gehalten
werden, wo und wann es bestimmte Sachen gibt, um den Vorrat nicht ganz
ausgehen zu lassen. Grundnahrungsmittel sind Mangelware geworden.
Dazu steigen die Preise wöchentlich, wenn nicht täglich.
Nachrichten von Sr. Gabriele, der Leiterin des Emerald Hill
Dezember 2011:
Liebe Freunde der Pfarrei St. Michael,
auch in diesem Jahr haben wir wieder große Fürsorge erfahren dürfen, auch wenn oft die ständigen Forderungen überwältigend sind.
Ein herzliches "danke" gilt allen unseren Freunden, die uns durch ihr Gebet, Geld oder Waren unterstützen. Durch diese Großzügigkeit
erfahren unsere 100 Kinder Gottes liebende Fürsorge und genießen Geborgenheit.
Die politische und wirtschaftliche Situation in unserem Land hat sich in diesem Jahr wenig geändert. Die hohe Arbeitslosenzahl von 90+% ist
beunruhigend. Auch in diesem Jahr sind mehr Betriebe und Arbeitsplätze geschlossen worden. Das Los vieler junger Leute, die ihr Studium
oder ihre Lehre abgeschlossen haben ist deprimierend. Dabei fallen viele in die Gefahr auf illegalen und gefährlichen Wegen etwas zu
verdienen um überleben zu können.
Die Situation in den Schulen hat sich etwas verbessert; trotzdem müssen die Eltern der Schüler die Lehrer immer noch finanziell
unterstützen um das geringe Lehrergehalt auszugleichen. In den letzten Jahren haben wir wiederholt 10, 11 und 12 jährige Kinder aufgenommen,
die noch nie in der Schule waren oder nur zeitweise und daher keine ordentliche Grundlage haben. Dies ist nicht die Schuld der Kinder,
doch keine Grundschule wird 12 jährige mit Erstklässlern aufnehmen. Darum haben wir einen Lehrer angestellt, der diese Kinder und jene die
neu kommen und noch keinen Schulplatz haben, zuhause unterrichtet und im eigenen Tempo voran schiebt, bis sie in der Lage sind, mit
ihren Altersgenossen auf gleicher Ebene zu stehen. Dies gibt ihnen Hoffnung für's Leben.
In diesem Jahr haben wir es mit der Hilfe von gegebenen Projektspenden geschafft, dass alle unsere Kinder die Gelegenheit haben mit
Computern vertraut zu werden. Dieses Projekt soll nicht nur den Selbstwert der Kinder fördern, sondern auch als Studienhilfe dienen und
sie mit Fähigkeiten im Umgang mit Computern vertraut machen, was ein Vorteil bei der späteren Arbeitssuche sein soll. Dieses Unternehmen
ist nur durch die Hilfe von Spenden und eifrigen Computer-Lehrern möglich.
Während des Jahres organisierten wir für unsere jungen Leute einen ausgiebigen Workshop in Berufsberatung. Dadurch sollten sie lernen
auf ihre individuellen Kräfte und Neigungen aufmerksam zu werden, um mit dem Blick auf ihre eigene Zukunft, gezielter ihrem Studium
folgen zu können. Unsere Jugendlichen leben oft "in den Tag hinein", solange sie noch gut versorgt sind und vermissen oftmals gute
Gelegenheiten für ihre eigene Zukunft.
Unsere Übergangshäuser sind nun endlich fertig gestellt und geben vielen Jugendlichen während ihrer weiteren Aus- und Fortbildung sichere
Unterkunft. Kürzlich besuchte uns Tatenda. Sie hat eine Lehrerausbildung begonnen. Sie saß nach dem Gottesdienst mit einer Gruppe von jüngeren
Kindern auf dem Boden und plauderte mit ihnen. Die Kinder mögen sie gerne. Sie hat eine liebe Art mit ihnen umzugehen. Ich bin sicher, dass
sie eines Tages eine gute Lehrerin sein wird.
Im letzten Jahr berichteten wir von einem Jungen, der gerne malt und darin talentiert ist. Er regte andere Kinder an und nun haben wir einen
kleinen Mal-Club, der wöchentlich zum Mal-Unterricht zusammen kommt. Daraus ergab sich, dass wir zum ersten Mal unsere eigenen
Weihnachtskarten drucken ließen und nun verkaufen. Auf den Erlös für's Kinderheim können unsere kleinen Künstler stolz sein.
Menschen in meiner Umgebung können bestätigen, wie oft ich um Wasser- und Strom Probleme klage. Auch wenn ich versuche, ist es oft nicht leicht
angesichts der Probleme die auftreten wenn beides fehlt, eine positive Haltung zu wahren. Die Zeit, die ich verbringe um herauszufinden warum
es kein Wasser gibt oder für die Reparatur von Maschinen sorge, die vielfach den häufigen und langen Stromausfällen zu verdanken sind,
diese Zeit würde ich so gerne mit den Kindern verbringen. Dazu sind die Reparaturen meist recht teuer.
Somit danke ich nochmals ganz herzlich für alle Hilfe und Unterstützung ohne die wir die monatlichen Rechnungen nicht bewältigen könnten.
In dieser Zeit denken wir an all die vielen guten Menschen, die oft durch eigene Opfer es uns ermöglichen unseren 100 Kindern ein Zuhause
zu geben. Möge der Friede und die Freude von Weihnachten Sie auch im Neuen Jahr begleiten. Dies ist unser Wunsch und Gebet mit den Kindern
für Sie und Ihre Lieben.
Mit dankbaren und herzlichen Grüßen von uns allen aus dem Emerald Hill Kinderheim
Sr. Gabriele
Januar 2011:
Liebe Freunde in der Pfarrei St. Michael,
am 3. Dezember sind 800 Euro auf unserem Konto von Ihnen eingezahlt worden. Ganz herzlichen Dank für Ihre großzügige Spende.
Damit können wir wieder einen Teil des Schulgeldes zahlen, welches in diesem Monat fällig ist.
Unsere 100 Kinder sind dankbar, dass sie in die Schule gehen können und ein "zuhause" haben. Ein Privileg, dass längst nicht alle
Kinder in unserem Land genießen können. Dank so vieler guter Menschen ist dies unseren Kindern ermöglicht. Leider geht die
Entwicklung in unserem Land nur ganz, ganz langsam vorwärts, da nicht alle das allgemeine Wohl der anderen im Vordergrund haben.
So sind wir bei aller Sinnlosigkeit, immer noch sehr auf Gottes Hilfe angewiesen.
Darum schätzen wir Ihre Hilfe und sind dankbar. Gott segne Sie dafür.
Mit lieben Grüßen von uns allen
Sr. Gabriele
Weihnachten 2010:
Liebe Freunde in der Pfarrei St. Michael,
als mir der neunjährige Tatenda sein Weihnachtsbild brachte, war ich überrascht von der Fürsorge und menschlicher Wärme, die
es ausdrückte. Tatenda hat die Bedeutung der Geburt Gottes verstanden: anderen Geborgenheit geben und menschlicher werden.
Diese Fürsorge und Wärme haben er und wir alle hier von so vielen guten Menschen von nah und fern geschenkt bekommen.
Das ganze Jahr hindurch sind wir mit Geld, Aufmerksamkeiten, guten Wünschen und Gebeten unterstützt worden. Danke, dass Sie
uns geholfen haben, unsere 100 Kinder und jungen Menschen, die nicht im Schutz einer Familie aufwachsen können, eine Heimat
zu geben.
Besucher die öfter mal nach Simbabwe kommen, stellen im Vergleich zu früher eine positive Entwicklung im Lande fest. Die meisten
Lebensmittel, Benzin und andere Waren sind nun etwas einfacher zu bekommen als noch vor einigen Jahren. Wenn man aber etwas
genauer hinsieht, muss man feststellen, dass das nur für die Leute gilt, die ausreichend US Doller verdienen. Bei einer
Arbeitslosenquote von mehr als 90% jedoch lebt die Mehrheit der Bevölkerung noch immer weit unter der Armutsgrenze. Unzählige
Menschen gehen Abends hungrig zu Bett, und sehr viele können das Schulgeld für ihre Kinder nicht aufbringen, d.h. diese können
dann überhaupt keine Schule besuchen. Seitdem den Lehrern nicht mehr als 200 US Dollar monatlich vom Staat bezahlt wird, hat
die Unterrichtsqualität stark nachgelassen. Wir kennen Familien, die ihre Betten und andere "Reichtümer" verkauft haben, um
ihre Kinder zur Schule schicken zu können. In manchen Fällen bestehen die Schüler die Examen nicht, weil Unterricht zu häufig
ausfällt oder weil die nötigen Schulbücher fehlen.
Die Schulferienzeit ist für uns immer recht lebhaft. Nur wenige Kinder schaffen es diese Zeit mit Angehörigen oder Freunden
zu verbringen. So versuchen wir vom Heim kleine Ausflüge zu planen um die Routine des Alltags aufzufrischen. Doch für den kleinen
Prosper war das nicht genug. Von Prospers bisheriger Lebensgeschichte wissen wir kaum etwas. Er wurde von der Polizei zur
Wohlfahrtsbehörde gebracht. Sein Körperbau deutet auf Kleinwüchsigkeit hin, deshalb schätzen wir sein Alter auf 6 Jahre. Er
selbst kann uns nichts von seiner Herkunft erzählen. Aber häufig sagt er, er möchte auch heim gehen. Auf die Frage wo denn "HEIM" sei,
- so könnte man vielleicht Familienmitglieder finden- antwortet er: "In Afrika." "Wo denn in Afrika?" - Antwort: "Weit weg." Wir werden
jedes mal mit ihm ganz traurig, denn in seinen Worten drückt sich eine Sehnsucht nach Geborgenheit aus. Wir versuchen mit all
unseren Kräften eine Heimat zu geben. Ob es uns gelingt?
Das Schicksal unserer ehemaligen "Kinder" geht mir immer sehr nahe, denn viele von ihnen haben mit den überaus harten
Lebensbedingungen hier im Land sehr zu kämpfen. So bin ich dankbar, dass ich diesen jungen Müttern mit Nahrung und Kleidung
aus Ihrem Spendenfond beistehen kann. Eine unserer jungen Frauen graduierte während des Jahres als Rechtsanwältin. Dies ist
ermutigend und zeigt, dass sich alle Mühe lohnt.
Mögen die Liebe und die Fürsorge, die wir in diesem Jahr erfahren durften, Ihnen und Ihren Lieben an diesem Weihnachtsfest
und das ganze neue Jahr hindurch zurückgegeben werden. Dies ist unser Wunsch und der unserer Kinder für Sie alle.
Mit dankbaren und herzlichen Grüßen von uns allen aus dem Emerald Hill Kinderheim
Sr. Gabriele
April 2010:
Liebe Freunde in der Pfarrei St. Michael,
ganz herzlichen Dank für Ihre großartige Spende von 700 Euro. Damit helfen Sie uns, unseren 100
Kindern ein zuhause zu geben und sie zur Schule zu schicken (ein Privileg, dass längst nicht alle
Kinder in unserem Land derzeit genießen). Offensichtlich sind wir eines der teuersten Länder geworden,
dank unserer wirtschaftlichen und politischen Situation. Das Schulgeld für einen Grundschüler
beträgt in diesem Jahr 330 US $ dabei sind Kleidung und Unterhaltskosten nicht eingeschlossen.
Durch die Hilfe vieler guter Menschen, genießen alle unsere Kinder einen Schulplatz. Wenn auch ein
Privileg, so ist dies doch vital für junge Menschen, die in ein paar Jahren selbst auf sich
angewiesen sind und auf eigenen Füßen stehen sollen. Darum danken wir Ihnen ganz herzlich.
Möge Gott Sie für Ihre Hilfe segnen
Mit lieben Grüßen von uns allen
Sr. Gabriele
Weihnachten 2009:
Liebe Freunde in der Pfarrei St. Michael,
Anfang März diesen Jahres kam eine Sozialarbeiterin zu uns und bat um zwei Plätze für zwei
Mädchen, die wegen Unterernährung und Misshandlung einen sicheren Platz dringend benötigten.
Ich wusste, dass in den Schlafräumen der Mädchen kein Platz mehr war und sagte energisch: "Nein,
nein." Darauf murmelte die Sozialarbeiterin "Dann muss ich sie bei dem Misshandler lassen."
Wusste sie wie sich mich überreden konnte oder war es etwas anderes, dass mich sagen ließ:
"Bring sie her." Wir schoben einige Betten enger zusammen und schufen Platz für zwei weitere
Betten. Am Nachmittag kam die 5-jähige Elina mit ihrer 10-jährigen Schwester. Beide schauten
ängstlich und sehr traurig aus. Es gab kein Lächeln. Elina wog knapp 5 kg und hatte kaum genügend
Kraft ihren Kopf aufrecht zu halten. Der Unterernährung zufolge hatte ihre Schwester geschwollene
Füße, die das Laufen erschwerten. 10 Wochen später ist Elina fast nicht wieder zu erkennen. Heute
geht sie mit ihren Freunden in die Vorschule.
Dies ist das Geheimnis, das wir in diesen Wochen feiern: Christus der kam und unter uns wohnte
und der täglich neu kommt. Elina ließ mich seine Hilflosigkeit als Kind und seine Verstoßung
von den Seinen erkennen. Welch ein Geheimnis! Dank so vieler guter Menschen in und außerhalb unseres
Landes, die uns auch in diesem Jahr auf verschiedene Weise wieder so großzügig unterstützt haben,
konnten wir Elina und 100 anderen Kindern ein Stück Geborgenheit vermitteln.
So erleben wir bei allen Strapazen auch viele glückliche Erfahrungen, die bestätigen, dass es sich
lohnt mit der Hilfe vieler Freunde diesen Kindern ein Stück Heimat zu geben, weil Gott kam und
unter uns wohnte. Möge ER Euch in allen Schwierigkeiten ebenso nahe sein. Mögt Ihr Seinen Frieden
und Seine Freude in dieser Weihnachtszeit und im neuen Jahr erfahren. Dies ist unser Gebet mit
den Kindern für Euch und Eure Lieben.
Mit dankbaren Grüßen von uns allen im Emerald Hill Kinderheim
Sr. Gabriele
April 2009:
Liebe Pfarrei St. Michael,
Ganz herzlichen Dank für Ihre großzügige Überweisung vom 18. Februar von Euro 500,-. Dies ist
eine große Hilfe in der dunklen Zeit unseres Landes, wenn die Zusammenarbeit unserer beiden
Hauptparteien noch sehr wackellig ist. Dank vieler guter Freunde können unsere 98 Kinder
noch genügend Nahrung haben und zur Schule gehen, auch wenn das Schulgeld in diesem Jahr enorm
gestiegen ist. Somit bleibt ihnen die grasse Ralität erspart, die viele andere Kinder in unserem Land erleben.
Vielleicht ist das auch gut so. Viele haben eh genug Seelenschmerz und Brutalität in ihrer
frühen Kindheit verkraften müssen.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben Gottes Segen und ein frohes Osterfest.
Herzlich grüßt
Sr. Gabriele
Weihnachten 2007:
Liebe Pfarrei St. Michael,
viele von Ihnen werden durch die Presse über unsere Situation hier informiert sein. Eine kleine
Minderheit der Menschen hier ist quasi über Nacht reich geworden, während die Mehrzahl der
Bevölkerung weit unter der Armutsgrenze lebt. Die Kluft zwischen arm und reich wächst immer größer.
Unser Land, das einst eine Kornkammer für das südliche Afrika war steckt in einer tiefen Krise.
Die Belastung dieser Krise wird von allen Schichten der Bevölkerung getragen, besonders aber von
der Jugend, die nach Vorbildern sucht. Wenn unsere jungen Leute erleben, wie gewisse Vorgesetzte
ständig Worte und Taten ausüben, die mit Haß, Respektlosigkeit, Rassenvorurteilen, Bestechung,
Gesetzlosigkeit, Gier, Unwahrheit und Brutalität gefüllt sind, um sich die Vorteile von Macht und
Reichtum anzueignen, dann ist es leicht gegeben, daß junge Menschen den Vorbildern folgen. Die
Folgen davon werden lange bestehen. Bekanntlich dauert es länger, schlechte Gewohnheiten und
Haltungen auszuheilen als zu erwerben.
Die Mehrzahl der Bevölkerung geht abends hungrig zu Bett. Der Morgen ist ein neuer Tag ohne Arbeit
und ohne Einkommen. Jene die Arbeit haben, benötigen oft höhere Fahrgeldkosten, als sie verdienen.
Die Inflationsrate ist die höchste der Welt, Einkaufspreise steigen täglich. Der offizielle
Wechselkurs ist nur ein kleiner Teil des eigentlichen Werts.
Vor einigen Monaten kam ein 11 jähriger Junge aus einem Hospiz zu uns. Seine Mutter war dort
gestorben und er selbst war dort wegen HIV behandelt worden. Obwohl er fast 12 ist, sieht er wie
ein 8jähriger aus. Er ist recht aufgeweckt und hat sich gut eingelebt. Nachdem er ein paar Wochen
hier war, sagte er: "Ich habe eine große Sorge. Bitte erlaubt meiner jüngeren Schwester hierher
zu kommen, denn ich weiß, daß sie zuhause leidet und nicht in Sicherheit ist." Nach weiteren
Untersuchungen, klopfte es eines abends spät an der Tür und jemand sagte, "wir haben die Schwester
gebracht". Obwohl der Junge schon am schlafen war, weckte ich ihn um seine 8jährige Schwester zu
begrüßen. Als er sie aus dem Auto steigen sah, setzte er sich auf die Treppe, verbarg sein Gesicht
in beide Hände und weinte vor Freude. Seine Schwester kam auf ihn zu und weinte ebenso. An diesem
Abend las ich in ihrem Bericht, daß sie einige Wochen vorher von ihrem Vater sexuell mißbraucht
worden war. Sie wird auch für HIV behandelt. Seitdem sind Bruder und Schwester zufrieden und sicher.
Während des Jahres erhielten wir einige recht unterernährte Kinder. Inzwischen sind sie gesund und
munter. Lernschwächen in der Schule scheinen die Folge dieser Unterernährung zu sein und werden
wohl lange Zeit brauchen, bis diese aufgeholt werden können, insofern das überhaupt möglich ist.
Allen unseren HIV Kindern geht es gut, dank der guten medizinischen Versorgung durch unsere
Schweizer Freunde. Der 12jährige George ist schon seit 2 Jahren an der ARV Behandlung, konnte
seinen Zustand aber nie voll akzeptieren. Ich war sehr erfreut als ich ihn kürzlich beobachtete
wie er seinen Freunden mitteilte: "Sieh, ich bin stark und kann es im Leben zu etwas bringen."
Dieser Junge war vorher oft sehr krank. Hoffentlich wird die innere Annahme seines Zustandes auch
seine Gesundheit stärken.
Es ist sicherlich wahr, daß wir die Dunkelheit der Nacht in unserem Land erfahren. Wie die Menschen in
Israel, vor langer zeit, warten wir auf den Aufbruch des neuen Tages. Er wird kommen. Nur Gott weiß
wie und wann. Bis dahin leben wir einen Tag nach dem anderen. Dank so vieler guter Menschen, die uns
immer wieder auf verschiedene Weise unterstützen, vermögen wir unseren 95 Kindern ein Stück "zuhause"
zu vermitteln, denn das Licht des Gott-Menschen ist gekommen. Gott segne Sie für alle Ihre
Unterstützung und Hilfe. Möge der Friede und die Freude des menschgewordenen Gottes Sie und Ihre
Lieben in Ihren eigenen Schwierigkeiten und Nöten in dieser Weihnachtszeit und im Neuen Jahr
erfüllen.
Mit dankbaren Grüßen von uns allen im Emerald Hill Kinderheim
Sr. Gabriele
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